presse - rezensionen

Ray Bradbury: Schneller als das Auge. Erzählungen. Aus dem Amerikanischen von Hans-Christian Oeser. Zürich: Diogenes, 2006.

 


Nicht wegen der Zombies, der Zauberer und der Zeitmaschinen liest man Ray Bradbury, sondern für solche Sätze, und auch diesmal ist (dank Hans-Christian Oesers perfekter Übersetzung) die Ernte reich.


(Wieland Freund, Die Welt, 3. Juni 2006)



21 solcher Geschichten hat der Diogenes-Verlag zum ersten Mal ins Deutsche übersetzen lassen - perfekt von Hans-Christian Oeser.


(avb, www.readme.de, 9. Juni 2006)

 

 

Der Diogenes Verlag hat mit der Aufnahme Bradburys in den Kreis seiner illustren Autorenriege Mitte der siebziger Jahre bestehende Zweifel an der literarischen Qualität des Vielschreibers zerstreut. Davon zeugen - um nur die lieferbaren Titel zu nennen - neben "Fahrenheit 451" der Roman "Das Böse kommt auf leisen Sohlen" sowie die Erzählungsbände "Der illustrierte Mann", "Die Mars-Chroniken" und "Geisterfahrt". Neu hinzugekommen ist jetzt die Story-Sammlung "Schneller als das Auge", die in den Vereinigten Staaten unter dem Titel "Quicker than the Eye" allerdings schon vor zehn Jahren erschienen ist; Hans-Christian Oeser hat die einundzwanzig darin versammelten Geschichten übersetzt.

        Seltsam dabei: Für jedes Buch des Amerikaners hat Diogenes einen anderen Übersetzer engagiert. Und noch seltsamer: Man merkt kaum einen Unterschied. Das spricht ein wenig gegen Bradbury. Um es mal so auszudrücken: Seine Bücher leben mehr von den Einfällen als von der Sprache.

(Reinhard Helling, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. August 2006)
 


Bradburys Geschichten scheinen auch immer besser zu werden. Das belegt nachhaltig sein schon 1996 publizierter, aber erst jetzt mit zehn Jahren Verspätung auf Deutsch erscheinender, von Hans-Christian Oeser sehr gut übersetzter Band von 21 doppelbödigen, ironisch eingefärbten Erzählungen.


(Alexander Kluy, Die Berliner Literaturkritik, 16. November 2006)