Jessica J. Lee: Mein Jahr im Wasser. Tagebuch einer Schwimmerin. Mit Insider-Tipps und Lageplan zu über 50 ausgewählten Berliner Seen. Aus dem Englischen von Nina Frey und Hans-Christian Oeser. Berlin (Berlin Verlag) 2017.

 

Man steigt nicht zweimal in denselben See. "Wasser fühlt sich überall anders an", schreibt Lee. "Wie kühle Seide", sandig oder sämig, manchmal auch schneidend, "wie Stein. Der See ein gewetztes Messer." Dass es nie langweilig wird, ihr ein ums andere Mal ins Wasser zu folgen, ist auch ein Verdienst der Übersetzer Nina Frey und Hans-Christian Oeser. Sie halten den Ton in der Schwebe, sinnlich aber nicht süßlich. Die Autorin hat ihrerseits Spaß an deutschen Wörtern: "Arschkalt" treffe perfekt das Gefühl, wenn der Wintertag nass und so frostig ist, dass sich das Handy von selbst ausschaltet.

(Frank Kaspar, Deutschlandradio Kultur, 22. April 2017)


Am Ende ihrer 52 Wochen in Berliner und Brandenburger Seen hat Jessica Lee sich aus ihrem alten Leben buchstäblich freigeschwommen, ihre Leser nicht gelangweilt und die Übersetzer Nina Frey/Hans-Christian Oeser haben diesem persönlichen Text mit regionalem Bezug eine runde, authentische Sprache gegeben.

(Amazon-Kundenrezension, 27. Juni 2017)


Das Buch richtet sich meines Erachtens an die Vielzahl hipper Neubürger in der Stadt Berlin, allein dadurch dass die Autorin sich als eine von ihnen zu erkennen gibt. Die Beschreibung ist durchzogen von Plattitüden und sprachlich mittelmäßig. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob es nicht auch an der Übersetzung liegt. Eine gewisse Literarizität, die sowohl die Anlage ihres Textes (als Essay?) als auch ihr Gegenstand vermuten ließe, vermag ich nicht zu finden.

 

(Amazon-Kundenrezension, 13. Juli 2017)

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