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Colin Barrett: Wilde Häuser. Roman. Aus dem Englischen von Claudia Glenewinkel und Hans-Christian Oeser. Göttingen: Steidl, 2025.

Ein Verlag, der sich in den letzten Jahren sehr um zeitgenössische irische Literatur verdient gemacht hat, ist der vor allem für seine aufwändigen Fotobände hoch gelobte Steidl Verlag. Sebastian Barry, Liz Nugent, Claire Keegan, Louise Kennedy, Una Mannion oder Colin Barrett formen einen eindrucksvollen Chor irisch geprägter Stimmen im literarischen Programm des Verlages. Colin Barrett, dessen Geschichtenbände „Junge Wölfe“ und „Heimweh“ bereits in die Welt der Türsteher, Kleinkriminellen und Abgehängten im äußersten Westen Irlands geführt haben, legt nun einen hoch beachteten Roman aus ebendieser Region und Gesellschaftsschicht vor. (...)

      ​Sprachlich findet Barrett zum Teil außergewöhnliche Bilder und überzeugt mit sehr pointierten und lebendigen Dialogen, die auch in Claudia Glenewinkels und Hans-Christian Oesers Übersetzung glänzen. Dass sich die angestaute Spannung letztlich im Showdown nur zum Teil entlädt, mag Krimifans vielleicht enttäuschen – als Stimmungsbild des heutigen ländlichen Irland hingegen funktioniert der Roman perfekt.

(Frank Schorneck, CulturMag, 1. April 2026)

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