Patrick McCabe: Breakfast on Pluto. Roman. Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Frankfurt am Main: Eichborn, 2000.



Da gilt es besonders hervorzuheben, dass die Werke dieses modernen irischen Bänkelsängers kongenial ins Deutsche übertragen werden: Hans-Christian Oeser, der 1997 für den 'Schlächterburschen' den europäischen Übersetzerpreis ARISTEION erhielt, hat es auch dieses Mal wieder verstanden, für Patrick McCabes fulminantes anglo-irisches Sprachfeuerwerk ein ebenso furioses Deutsch zu finden bzw. zu erfinden.


(Thomas Plaul, BücherLese, SR 2 KulturRadio, 20. Mai 2000)

 


Grandios, wie der Übersetzer Hans-Christian Oeser McCabes Slang ins Deutsche übertragen hat.


(Hajo Steinert, Büchermarkt. Aus dem literarischen Leben, DeutschlandRadio, Deutschlandfunk, 26. Mai 2000)

 

Mit der Figur Pat Bradens hat sich McCabe den Spaß eines exaltierten Rollenspiels geleistet - das fröhliche Plappern eines Schmetterlings, der über Leichenfelder tanzt -, und sein Übersetzer, der wunderbare Hans-Christian Oeser, erweist sich in seiner Übertragung des Textes einmal mehr als stilistisch ebenbürtiger Gegenspieler. Das Team war für deutsche Leser schon in einigen früheren McCabe-Romanen zu bewundern, unter anderem in 'Der Schlächterbursche', der McCabe Nominierungen für den Bram Stoker Award und den Booker Prize eintrug. Literarische Übersetzungen sind immer auch Liebesaffären, manche lauwarm, manche brennend heiß, und das Ergebnis zeugt von der Fähigkeit des Übersetzers, sich einer Erzählstimme hinzugeben und sie in dieser Hingabe neu zu erschaffen. Der Übersetzer als 'Künstlergattin' bleibt mit seiner Arbeit zwangsläufig im Schatten seiner Vorlage; zuweilen gibt es aber auch Ausnahmen. Oesers Übertragung von 'Der Schlächterbursche' gehört dazu: Er erhielt dafür 1997 den Europäischen Übersetzerpreis.

(Brigitte Helbling, Berliner Zeitung, 3./4. Juni 2000)

 


Ungeachtet aller schrillen Akzente, die auch in der deutschen Übersetzung von Hans-Christian Oeser souverän ausgespielt werden, ist McCabe in diesem Roman weniger nah an der irischen Geschichte als in seinen früheren Werken.


(Michael Schmitt, Neue Zürcher Zeitung, 15. Juni 2000)

 

 

So sarkastisch hat McCabe noch nie erzählt, er reizt seine Geschichte vehement aus, und ihr derbes Vokabular, die vielen Termini aus der Welt der Transen und Tunten, dürfte den Übersetzer vor keine leichte Aufgabe gestellt haben.

(H. G. Pflaum, Süddeutsche Zeitung, 27. Juni 2000)

 


Neben der perfekten Imitation der mündlichen Sprache ist McCabes Kunstgriff, dass Patrick (...) seine Geschichte einem abwesenden Psychiater erzählt, in den er sich verliebt hat. Der Übersetzer Hans-Christian Oeser bildet das ganz hervorragend nach.


(Peter Michalzik, Frankfurter Rundschau, 29. Juni 2000)

 

Ein Buch, so schrill und bunt wie die Popmusik der 70-er Jahre, die allgegenwärtig ist und auch für den Sprachrhythmus des Romans den Takt vorgegeben zu haben scheint: ein Buch, das man laut lesen (oder gar singen) müsste, will man dessen ganze Sprachmagie zum Klingen bringen. Patrick McCabe ist ein "Seanachie" im modernen Gewand, ein Bänkelsänger, dessen virtuoses Sprachfeuerwerk von Hans-Christian Oeser (wieder einmal) kongenial ins Deutsche übertragen wurde.

(Thomas Plaul, irland journal, 11,4/2000)

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