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William Trevor: Letzte Erzählungen. Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Hamburg: Hoffmann & Campe, 2020.

William Trevor (1928-2016) war ein Meister der literarischen Kurzform, und so brachte man zwei Jahre nach seinem Tod noch einmal "Letzte Erzählungen" heraus, meisterhaft auch in der deutschen Übersetzung. (...) Durch Musik verschöntes, im Alltag aufgehendes, durch plötzliche Ereignisse hervorgerufenes Erinnern ist sein Thema. Einmal mischt sich in die alltäglichen Verrichtungen sanftes, dafür umso anhaltenderes Grauen. Wobei da auch gleich auf die Kunst des Übersetzers Hans-Christian Oeser hingewiesen werden soll, der hauptsächlich in Irland lebt und hauptsächlich irische Autor/innen ins Deutsche überträgt. Es gilt nämlich, das Diffizile, das Nicht-Eindeutige herüberzuholen.

(Konrad Holzer, Buchkultur, 6. April 2020)

William Trevor gilt als einer der wichtigsten englischsprachigen Autoren der Gegenwart. Er ist ein großartiger Erzähler, hauptsächlich von Kurzgeschichten, aber auch von Romanen, vielfach verfilmt, noch häufiger preisgekrönt. 2016 verstorben, fanden sich im Nachlass unbekannte Erzählungen, die nun vom Verlag Hoffmann und Campe – in der exzellenten Übersetzung von Hans-Christian Oeser – veröffentlicht wurden. Und was für ein Geschenk, ja welche akribisch formulierten Kostbarkeiten für Literaturbegeisterte das sind, kann man erst bei Lektüre so ganz erfassen.

(JoBerlin, lovelybooks.de, 8. April 2020)

Die 2018 im Original herausgekommenen und vom frisch gekürten Gewinner des Straelener Übersetzerpreises Hans-Christian Oeser gewohnt kunstvoll ins Deutsche gebrachten „Letzten Erzählungen“ fügen dem Werk Trevors keine unvertrauten Aspekte hinzu. Doch sie zeigen aufs Neue, wie suggestiv Prosa zu wirken vermag, in der das Nichtgesagte und das Ausgelassene mindestens eine so große Rolle spielen wie das explizit Ausgeführte.

(Rainer Moritz, Deutschlandfunk Kultur, 11. April 2020)

Bezeichnend, dass sich jede Seite in der großartigen Übersetzung von Hans-Christian Oeser gleich mehrfach zu lesen lohnt. Immer wieder kann man auf Entdeckungen stoßen, die einem beim ersten Lesen entgangen waren. Und immer wieder gibt es insofern auch Überraschungen.

(Hartmut Fanger, Buchtipp des Monats Mai 2020)

Eigentlich bestehen diese Erzählungen aus ganz, ganz karger Sprache, und da muß man wirklich den Übersetzer Hans-Christian Oeser noch mal hervorheben. Das zu übersetzen ist unglaublich schwer, weil – hier gibt es keine Adjektive, hier gibt es keine blumigen Worte, hier gibt es nur ganz klare, straighte Sätze ohne irgendwas, was dem Übersetzer Spaß macht, sondern dieses reduzierte Erzählen, das nur auf die Momente, auf die Situationen, auf die Details aus ist, das ist sprachlich ganz, ganz schwer zu übertragen, will man die Stimmung nicht zerstören, und das schafft er ungeheuer gut.

(Ulrich Sonnenschein, Hessischer Rundfunk, HR2 Kultur, 19. Mai 2020)

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