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Jenny Williams: Mehr Leben als eins. Hans Fallada. Biographie. Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Berlin: Aufbau-Verlag, 2002.
 

Man erkennt als Leser, dass die Autorin viel biografisches Neuland entdeckt und erforscht hat. Jenny Williams baut also nicht nur auf bereits vorhandenen Lebensbeschreibungen auf. Dies macht das Buch so spannend und lesenswert - auch wenn man schon etliche Biografien konsumiert hat. Und auch die Übersetzung scheint gelungen. Denn was nützt der beste englische Text, wenn er schlecht übersetzt wurde und dadurch schwer lesbar ist.

(Lutz Dettmann, Salatgarten, 1/2002)


Als 1998 die englische Originalausgabe von Jenny Williams' Fallada-Biografie "More Lives than One" in London bei libris erschien, erhob sich hierzulande sofort der sehnsuchtsvolle Wunsch nach der deutschen Übersetzung. Hans-Christian Oeser hat mit höchst sicherem Stilempfinden und mit viel Feingefühl für Sprache und ihre tausendfältigen Nuancen eine Übertragung des Buches der irischen Literaturwissenschaftlerin geschaffen, die sehr zum Erfolg des Buches beitragen wird. (...) Wer die Erstausgabe von "More Lives than One" gelesen hat, wird mit der deutschen Edition nicht dasselbe Buch in der Hand halten. Es hat sich seit 1998 natürlich verändert, wenn nicht in seinen Hauptstrukturen und Werturteilen, so doch in hinzugefügten Details, die einige jüngste Forschungsergebnisse berücksichtigen und so die Genauigkeit der Bewertungen erhöhen können.


(Manfred Kuhnke, Salatgarten, 1/2002)


Denn so ehrenwert die erklärte Absicht, ein "differenziertes" Schriftsteller- und Menschenbild zeichnen zu wollen, so letztlich unbefriedigend der Ausgang des jetzt in vorzüglicher deutscher Fassung (Hans-Christian Oeser) veröffentlichten Versuchs.


(Matthias Frede, Mitteldeutsche Zeitung, 22. Juli 2002)
 

 

Williams' auch in der Übersetzung gut lesbare Lebens- und Werkgeschichte Rudolf Ditzens (1893-1947) (...) bietet vor dem jeweiligen soziokulturellen und politischen Hintergrund sämtliche z. Zt. des Erscheinens (für die Übersetzung z. T. aktualisiert) verfügbaren Informationen (z. T. allzu detailliert, wissenschaftlich unergiebig) über F. und sein familiäres Umfeld (Berücksichtigung unveröffentlichter Briefe und Entwürfe, mehrerer Interviews der Verf. mit F.'s erster Ehefrau).

(Burckhard Dücker, Germanistik, 44 (2003), 1/2, S. 411)

 


All dies wird von der englischen Autorin Jenny Williams kompetent dargestellt und von Hans-Christian Oeser vorzüglich ins Deutsche gebracht.


(Helge Schmid: literaturkritik.de, September 2004)


Wie stark dabei persönliche Probleme, finanzielle Nöte und literarischer Schaffensdrang voneinander in Abhängigkeit geraten, zeigt Jenny Williams so eindrucksvoll, dass ihre Biographie Falladas wahrhaftig spannend zu lesen ist. Das liegt auch an der kompakten Darstellung, die sehr gut in die deutsche Übersetzung von Hans-Christian Oeser übertragen wurde.


(Gerhild H. M. Komander)

Es kommt bei einer Biographie doch sehr auf die Perspektive der Biographin an - da geht es um ganz feine Nuancen. Ich hatte die Befürchtung, dass mein Buch in den Händen eines ungeschickten Übersetzers ganz anders aussehen würde. Hans-Christian Oeser gehört zu den angesehensten deutschen Übersetzern in Europa. Wir hatten eine sehr spannende und harmonische Zusammenarbeit. Ich habe ihm sämtliche Zitate und anderes Quellenmaterial geliefert und dann seinen deutschen Text kommentiert.

(Jenny Williams)

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